3 Fragen an Dr. Christiana Bauer
Als neue Oberbürgermeisterin der größten Kommune der Region übernimmt Dr. Christiana Bauer auch im Steuerungskreis der Regiopolregion eine Führungsrolle. Wir haben Sie zum Gespräch getroffen.
Warum ist für Sie regiopole Zusammenarbeit wichtig?
Die regiopole Zusammenarbeit ist für mich wichtig, weil sie uns ermöglicht, über kommunale Grenzen hinweg verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu handeln. Viele Herausforderungen – von Wirtschaftsentwicklung über Mobilität und Infrastruktur bis hin zu Gesundheit, Ordnung und Umweltfragen – betreffen nicht nur einzelne Städte, sondern die gesamte Region.
Regiopole Zusammenarbeit bedeutet für mich: partnerschaftlich, transparent und auf Augenhöhe an gemeinsamen Zukunftsaufgaben zu arbeiten. Sie stärkt unsere Handlungsfähigkeit und macht unsere Region insgesamt widerstandsfähiger, innovativer und lebenswerter. Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir effizienter arbeiten, Doppelstrukturen vermeiden und Lösungen entwickeln, die für alle Menschen in der Regiopolregion Bielefeld echten Mehrwert schaffen. Die regiopole Zusammenarbeit ist damit ein Zukunftsmodell, das uns zeigt: Wenn wir zusammenarbeiten, profitieren alle Bürgerinnen und Bürger - und das ist ein sehr gewichtiger Grund!
Welche Akzente möchten Sie zukünftig gemeinsam mit den Partnerkommunen setzen?
Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen möchten wir Akzente setzen, die unsere Region nachhaltig stärken. Dabei geht es uns vor allem um eine abgestimmte, verlässliche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Wir wollen ordnungsrechtliche Prozesse besser verzahnen, die wirtschaftliche Entwicklung gemeinsam voranbringen und wichtige Zukunftsthemen wie Gesundheit, Infrastruktur, Umwelt und Mobilität strategisch miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, Ressourcen klug zu bündeln, Doppelstrukturen zu vermeiden und Lösungen zu entwickeln, die für alle Menschen in der Regiopolregion spürbare Vorteile bringen. Die enge Partnerschaft innerhalb der Regiopolregion Bielefeld ist für uns ein klarer Weg, Herausforderungen gemeinsam anzugehen und unsere Region handlungsfähig und lebenswert weiterzuentwickeln.
Haben Sie einen besonderen Wohlfühlort in der Regiopolregion (außerhalb von Bielefeld)?
Das ist für mich wirklich eine schwierige Frage, weil unsere Region so viele Orte hat, an denen man sich zuhause fühlen kann – jeder mit einem eigenen Charme, einer eigenen Geschichte und Menschen, die ihre Kommune mit Herz gestalten. Ich erlebe in der Regiopolregion und in ganz OWL so viele Ecken, an denen man gerne bleibt, dass eine Entscheidung eigentlich kaum möglich ist.
Wenn ich mich aber persönlich festlegen soll, dann ist mein Wohlfühlort in der Regiopolregion außerhalb Bielefelds Bad Salzuflen. Dort finde ich eine besondere Mischung aus Ruhe und Lebendigkeit, die mich sofort ankommen lässt. Die Gradierwerke haben für mich etwas Beruhigendes – man atmet dort tiefer, der Kopf wird frei. Und die Altstadt mit ihren kleinen Läden und Cafés vermittelt dieses Gefühl, einfach mal durchzuatmen und trotzdem mitten in der Regiopolregion zu sein. Bad Salzuflen ist für mich ein Ort, an dem man Kraft schöpfen kann, ohne weit fahren zu müssen.